Keine Reise ohne Verluste

„Mexiko ist gefährlich. Da musst du gut auf deine Sachen aufpassen.“

Und Mittelamerika?

„Oh, noch mehr!“

 

Ja, auch mir sind bereits ein paar Sachen abhanden gekommen. Aber gestohlen wurde mir nur in Deutschland etwas, und zwar meine Naketano Fleecejacke – direkt vor dem Start in die große Reise, auf dem Flughafen in Köln/Bonn.

Alles andere geht auf meine eigene Kappe:

Als erstes verabschiedete sich die Sonnenbrille und dreht jetzt wohl Runden in Miami, im Handschuhfach eines Mietwagens.

Als nächstes ging der Bimsstein von mir, wobei ich mir nicht sicher bin, wo genau wir uns Lebwohl gesagt haben. Ich glaube, es war Liberia, Costa Rica.

Auch mein Strandtuch hat mich verlassen. Nach Bacalar wollte es scheinbar einfach nicht mehr und hat dann auf dem Zwischenstopp in Querétaro Adieu gesagt.

Und zuletzt musste ich mich von einer meiner Silikonflaschen, in denen ich Shampoo etc. aufbewahre, verabschieden. Die habe ich in Guanajuato in der Dusche stehen lassen.

 

Ich kann mich nicht erinnern, sonst so vergesslich gewesen zu sein. Ist das irgendeine Art von Reise-Amnesie? Ihr wisst schon, so wie Schwangerschaftsamnesie, nur eben ohne Schwangerschaft? Oder eine Nebenwirkung der dauernden Hitze?

Was auch immer es ist – ich bin dann mal shoppen.

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