Key West – Ein Liebesbrief

Es gibt nichts an oder auf dieser Insel, was ich nicht liebe.

Außer den gängigen Dingen (Wetter, Essen, Menschen) fühlt sich Key West für mich wie Zuhause an, mehr als irgendein anderer Ort auf diesem Planeten. Allein durch die Straßen zu schlendern, die wunderschönen Häuser betrachten, die Bäume, Blumen… es ist wie im Paradies zu spazieren. Und die Farben – oh Mann, all die Farben! Ich habe nie zuvor (oder seitdem) solch türkisfarbenes Wasser gesehen. Ihr werdet euch in die Farben verlieben.

Und dann liest du die Entstehungsgeschichte der Conch Republic, die einfach nur goldig ist, und du verliebst dich noch ein bisschen mehr.

 

 

Die Conch Republic

Im April des Jahres 1982 errichtete die Grenzkontrollbehörde der USA eine Straßensperre auf dem einzigen Landweg von und nach Key West. Der Grund? Man durchsuchte die Autos nach Drogen und/oder illegalen Einwanderern. Diese Straßensperre war, wie man sich vorstellen kann, eine enorme Behinderung für alle Bewohner von Key West ebenso wie für Touristen. Key West lebt vom Tourismus. Die Beschwerden des Key West Stadtrates ans Festland blieben allerdings ungehört. Und so rief am 23.April 1982, als Protest gegen diese Sperre und als Widerstand gegen die unbeantworteten Beschwerden, der Bürgermeister die Unabhängigkeit von Key West aus und erklärte die Insel zur Conch Republic (Aussprache: [konk]). Der Bürgermeister wurde zum Premierminister ernannt, dessen erste Amtshandlung darin bestand, der USA den Krieg zu erklären. Eine Minute später ergab sich die frisch gegründete Conch Republic und in Folge des verlorenen Krieges forderte sie die bescheidene Summe von $1.000.000.000 – für Reparationszahlungen.

Der Ausruf der Unabhängigkeit mit der auf dem Fuße folgenden Kapitulation sorgte für genügend Publicity, die von Erfolg gekrönt war: die Straßensperren wurden entfernt.

Bis zum heutigen Tag verstehen sich die Einwohner von Key West als „Conchs“ und die Insel feiert ihren Unabhängigkeitstag jedes Jahr am 23.April. Die Conch Republic verfügt im Übrigen über militärische Streitkräfte und muss gelegentlich fremde Eindringlinge abwehren, was sie tut, indem es die Leute mit altem kubanischem Brot (ähnlich einem Baguette) auf den Kopf haut.

 

Nichts hiervon ist erfunden!

 

Der Generalsekretär Peter Anderson fasst das Leitbild der Conch Republic so zusammen:

Die Außenpolitik der Conch Republic ist gekennzeichnet durch „Die Entschärfung der Spannungen in der Welt durch den Einsatz von Humor.“ Als die erste ‚Fünfte Welt‘-Nation der Erde existieren wir rein als eine Gemütsverfassung und streben nur nach mehr Wärme, Humor und Respekt auf einem Planeten, der zu wenig von allen dreien hat.

 

Und das, kurz und bündig, ist Key West und seine Menschen. Und gleichzeitig der Grund, warum du immer wieder zurück kommen wirst.

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