Kuala Lumpur

Wie in einem früheren Blogeintrag schon gesagt, hat Kuala Lumpur nicht wirklich viel an Sehenswürdigkeiten zu bieten.

 

Da wären natürlich die Petronas Twin Towers, die wirklich hübsch sind, keine Frage. Wer ein Foto ohne die vielen Touristen im Hintergrund haben will, sollte raus aus dem eingemauerten Vorplatz gehen. Von der Straße aus hat man immer noch die kompletten Türme im Bild, aber die Glasstein-Mauer verdeckt praktischerweise die vielen Instagram-Helden und Selfiestick-Besitzer. Gegen Aufpreis kann man auch auf die Aussichtsplattform, aber der Spaß kostet knapp 20 EUR und war mir deshalb das Geld nicht wert.

 

Für die Abwechslung vom Großstadt-Trubel kann man sich noch den Besuch der Batu Caves antun. Das sind recht beeindruckende Kalkstein-Höhlen am nördlichen Stadtrand. Das Hinkommen ist denkbar einfach, da die Monorail-Bahn direkt von KL Sentral dort hinfährt.

Vor dem Eingang findet man die größte Hindu-Statue der Welt (des Gottes Murugan). Wer den Aufgang (272 Treppen) nicht scheut, sollte sich zumindest vor den Affen vorsehen. Die Makaken sind es gewohnt, von cerebralentkernten Touristen gefüttert zu werden und können entsprechend aggressiv werden. Einfach vorsichtig sein und Taschen geschlossen halten; möglichst kein Essen mitbringen. Eintritt ist frei.

 

Einen Besuch wert ist sicher auch die Jamek-Moschee. Sie war bei meinem Besuch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Bis zum botanischen Garten hab ich es nicht geschafft, aber der soll wohl auch ganz schön sein. Die Gegend um das Theater & die Moschee ist im Übrigen sehr photogen.

 

Ansonsten kann ich in KL ohne Einschränkungen das Restaurant Tg’s Nasi Kandar empfehlen. Egal, was man bestellt, es schmeckt vorzüglich. 90% der Zeit werden sie dir nicht genau das bringen, was du bestellt hast, aber das ist der halbe Spaß dabei. Nicht aufregen und essen. Es ist alles lecker. Und spottbillig.

 

Die Monorail macht es einem in KL sehr einfach, sich fortzubewegen. Apropos Monorail, viele Züge (besonders solche, die die entlegeneren Gebiete anfahren) haben Abteile nur für Frauen. Die sind sowohl von außen als auch von innen sehr gut gekennzeichnet. Auch Busse sind zahlreich vorhanden. Im Stadtzentrum verkehren Buslinien, die kostenlos sind. Das sind die „green line“ und die „purple line“ (gelegentlich als pink line bezeichnet). Die letztere fährt z.B. auch den KL Tower (der Fernsehturm) an und die grüne fährt unter anderem zu KLCC nahe Petronas Twin Towers.

Ansonsten ist Kuala Lumpur sehr auf shoppende Touristen eingestellt. Es gibt ein Dutzend Malls und Shopping Center, die von Luxusmarken bis H&M alles führen.

 

Etwas, das mich in KL extrem nervt, ist der Flughafen. Zum einen ist er einfach unendlich groß und in konzentrischen Kreisen wie ein Shopping Center aufgebaut. Außerdem ist er zweigeteilt in KLIA und KLIA2 – internationale und Inlandsflüge. Das nervigste aber ist, dass er gar nicht wirklich in Kuala Lumpur ist. Er befindet sich in einer Stadt namens Sepang, gute 55 km von KL entfernt. Deshalb überlegt man es sich 2 Mal, ob man wirklich einen kurzen Zwischenstopp in KL einlegt.

 

Mein Fazit zu KL ist: nett, aber wer mehr als nur Shopping erwartet, kann sie getrost auslassen. Man verpasst nicht viel. Besonders, wenn man die eingesparte Zeit dazu nutzt, andere Ecken von Malaysia näher zu erkunden. Diese sind einen Besuch mehr wert als Kuala Lumpur.

 

PS: Gutes Hostel in Kuala Lumpur ist das Sunshine Bedz. Sehr sauber, genügend Badezimmer, und sehr bequeme Betten in angenehm klimatisierten Räumen. Der Besitzer ist super nett und ehrlich daran interessiert, deinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Preis liegt bei 35 Ringgit (umgerechnet ~7 EUR, Stand März 2017) unter der Woche und ein paar Ringgit mehr am Wochenende. Jeden Mittwoch Pub Night, wo es den ganzen Abend/die ganze Nacht freie Drinks für Mädels gibt. Das ist übrigens kein hostel-spezifisches Ding. So gut wie überall in KL kämpfen Bars und Pubs um weibliche Kundschaft und als Frau bekommst du quasi überall zum freien Eintritt auch fast immer freie Drinks.

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