Letzter Arbeitstag

Die häufigste Frage, die mir gestellt wird, ist: Bist du nervös? Aufgeregt? …? Die Antwort auf all solche Fragen ist: Nein, bin ich nicht. Vielleicht ist das so, weil meine erste Station Miami ist, was für mich fast zu einem zweiten Zuhause geworden ist. Oder vielleicht hat es damit zu tun, dass ich so beschäftigt bin damit, die letzten Vorkehrungen zu treffen, dass ich gar keine Zeit hatte bisher, um nervös zu sein. Oder aufgeregt. Es ist noch so viel zu tun.

 

Ich muss noch meine Homebase einrichten; Kopien von allen wichtigen Dokumenten machen; die letzten meiner Habseligkeiten einpacken und einlagern; die letzte medizinische Untersuchung hinter mich bringen sowie die letzten Impfungen. Und plötzlich ist der letzte Arbeitstag gekommen und es ist merkwürdig, weil es sich nicht merkwürdig anfühlt. Weil ich gar keine Zeit hatte zu realisieren, dass es tatsächlich der letzte Tag ist.

Aber es schleicht sich ein in Form von kleinen Dingen, die dich daran erinnern, dass Dinge von nun an anders sein werden. Wie zum Beispiel die Abwesenheitsnotiz in Outlook für meinen Firmenaccount. Was schreibt man denn da am besten?

Oder wenn Leute einem ein schönes Wochenende wünschen. Von nun an wird sich jeder Tag wie Wochenende anfühlen.

Oder – und das war der bisher surrealste Moment – den automatischen Montag bis Freitag Wecker auf dem Handy auszuschalten. Ein Leben ohne Wecker? Ja, das ist merkwürdig.

 

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