Unterkunft Cartagena: Mystic House Hostel & Hotel San Roque

 

Aus dem Mystic House Hostel bin ich nach 3 Nächten ausgezogen, hauptsächlich, weil mein Bett ein Hochbett war (also, das obere der beiden Betten) und zudem befand es sich direkt unter einer Klimaanlage.

Die Schließfächer waren, wie es schon manches Mal in Hostels vorkam, nur groß genug für Handgepäck. Normalerweise stört mich das nicht, aber man unterscheidet halt, in welchem Land man ist und wie groß die Gefahr von Diebstahl entsprechend ist.

01_cartagena-2Ein richtiges Problem war die Sauberkeit in den Zimmern. Die Putzfrau kam nur an den Tagen ins Zimmer rein, wo jemand auszieht. Dann wurde das Bett neu bezogen für den nächsten potentiellen Gast und nebenbei auch das Zimmer und angeschlossene Badezimmer sauber gemacht. An anderen Tagen muss man selbst sich um Dinge wie z.B. das Nafüllen von Toilettenpapier kümmern. Das ist nicht weiter schlimm, muss man nur an die Rezeption und dort danach fragen, aber es hinterlässt immer einen negativen Beigeschmack, wenn sich ein Hostel nicht selbstständig, also ohne Aufforderung, um solche absoluten Grundbedürfnisse kümmern kann.

In dem Schlafsaal, wo ich ein Bett gebucht hatte (es war wieder ein Frauenschlafsaal für 4 Leute), gab es kein Fenster. Aber immerhin gab es eine Klimaanlage, die nicht nur nachts eingeschaltet wurde, sondern dauerhaft in Betrieb war. Des Weiteren sind die Handtücher im Preis inklusive. Die Küche ist ganz nett. Was mich allerdings jedes Mal in den Wahnsinn treibt ist, wenn das Hostel kein Feuerzeug auslegt und man damit den Herd nicht anzünden kann. Ich bin Nichtraucher und sehe es nicht ein, selbst dafür sorgen zu müssen, ein Feuerzeug dabei zu haben. Ständig muss man daher die Raucher unter den Gästen fragen, ob man sich deren Werkzeug ausleihen darf.

Apropos Raucher: Dieses Hostel schien extrem viele Raucher zu haben. Zumindest in der Zeit, die ich dort verbracht habe, schienen alle ständig zu rauchen.

Das Hostel hat einen schönen Balkon mit einigen bequemen Hängesesseln und Stühlen, wo man abends (und auch tagsüber) eine seltene Brise einfangen kann. Das schafft für dringend nötige Abkühlung in der extrem schwülen Hitze.

01_cartagena-93Interessant war es, am zweiten Tag morgens zu dem Geräusch einer Tätowierpistole aufzuwachen. Wir waren alle davon aufgewacht und tauschten erstmal verwirrte Blicke aus, bevor ein Mädel dann auf Erkundungstour ging. Tatsächlich wurde im Hostel, im Aufenthaltsraum, gerade ein Gast tätowiert, von einem anderen Gast, der rein zufällig Tätowierer war und weil er gerade von einem Job irgendwo in Kolumbien zurückkam, seine ganze Ausrüstung dabei hatte. Das war ganz nette Unterhaltung während des Frühstücks. Frühstück gibt es übrigens im Hostel keins. Entweder geht man irgendwo in ein Café zum frühstücken oder macht sich selbst etwas in der Küche.

Leider gibt es auch in diesem Hostel kein fließend heißes Wasser, nur kaltes. In der Hoffnung auf heißes Wasser haben wir (ich und ein e junge Frau aus Holland, die im Bett mir gegenüber schief) beschlossen, unser Glück in einem Hotel zu versuchen. Die Suche nach einem günstigen Zimmer führte uns zum San Roque Hotel, das rein zufällig direkt neben dem Hostel lag.

Das mit dem heißen Wasser ging nach hinten los, denn auch die Hotels in meiner Preiskategorie haben nur kaltes Wasser. Dafür war das Hotel sehr schön und es war nett, ein Zimmer für uns allein zu haben.

 

Zur Lage: Beide Unterkünfte liegen im Stadtteil Getsemaní, was offiziell zum Stadtzentrum gehört, das von einer inneren Stadtmauer umgeben ist. Offiziell deshalb, weil der Teil der Stadt, der als „walled city“ (ummauerte Stadt) bekannt ist und wofür Cartagena berühmt ist, Getsemaní nicht einschließt. Dieser ummauerte Stadtkern („old city“ = Altstadt) ist circa 10 Gehminuten vom Hostel Mystic House und dem San Roque Hotel entfernt.

In die andere Richtung läuft man 15 Minuten zur San Felipe Festung, von der aus man einen fantastischen Blick auf Cartagena und das karibische Meer hat.

Ebenso in Laufnähe befinden sich einige Supermärkte, Bäckereien und zahlreiche Straßenhändler, die hauptsächlich Obst verkaufen.

Und in 10 Minuten ist man am Hafen; das ist wichtig, denn wenn man in Cartagena ist, kommt man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht drum herum, einmal zum Hafen zu müssen, weil viele der Ausflugsziele um Cartagena nur per Boot erreichbar sind.

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