Unterkunft San Miguel de Allende: Iron House Hostel

Das Iron House Hostel ist trotz sehr guter Bewertungen nicht stark besucht. Während meiner insgesamt 6 Nächte dort war ich fast immer der einzige Gast. Nur eine Nacht kam ein französisches Pärchen, aber sie kamen spätabends und waren früh morgens schon wieder weg. Ich habe sie nur gehört und nicht gesehen.

smda-2Dabei ist das Iron House wirklich eine super schöne und komfortable Unterkunft. Bei meiner Ankunft und während des ganzen Aufenthalts war es makellos sauber; eine junge Frau kommt jeden Tag (außer wochenends) und macht sauber.

Es gibt eine schöne, sehr gut ausgestatte Küche. Alle Geräte, sogar inklusive Küchenmaschine und Entsafter, vorhanden. Das ist auch gut so, denn im Iron House gibt es kein Frühstück. Es gibt aber etliche Einkaufsmöglichkeiten in wenigen Gehminuten Entfernung; darunter auch einen kleinen Supermarkt, wo man alles fürs Frühstück bekommen kann.smda-5

Das Bad hat eine anständige Größe und mit das Beste: Es gibt heißes Wasser. Selbst der Wasserdruck ist akzeptabel. Zudem ist das WLAN stabil und schnell, was super war, denn ich habe die 6 Tage in San Miguel hauptsächlich mit „Arbeiten“ verbracht.

Wenn ich sage „Arbeiten“, dann meine ich damit den üblichen Kram, um den man sich auf Reisen kümmern muss. Bei mir ist das hauptsächlich dieser Blog, Beantworten von Emails, Lesen und Sortieren von Post (die mir eine liebe Person einscannt und per Mail schickt) und Finanzkram, das bedeutet Konten- und Kreditkartenabrechnungen zu prüfen, Ausgabenaufstellungen zu machen (ich verfolge alle meine Ausgaben auf Reisen und halte sie in einer Tabelle fest). Und außerdem, falls notwendig, kümmere ich mich um meine weiteren Pläne, suche mögliche Ziele raus, recherchiere Unterkünfte und Dinge, die man dort tun und sehen kann, und buche entsprechende Flüge oder suche Busse raus, etc.

13_san-miguel-de-allende-158Damit kann man gute paar Tage verbringen.

Nachdem ich einen Spaziergang ins Stadtzentrum gemacht habe und festgestellt habe, dass San Miguel de Allende zwar nett ist, aber nicht an Querétaro oder Guanajuato heranreicht, hab ich beschlossen, in dem Hostel zu bleiben und mich eben um all den oben genannten Kram zu kümmern. Zumal ich mich im Hostel sehr wohl gefühlt habe und keine Ablenkung durch andere Gäste habe.smda-4

 

Das Iron House ist ein Stückchen vom Zentrum entfernt – etwa 1 km läuft man bis zur Kathedrale, die das Zentrum von San Miguel bildet. Der direkte Weg ins Zentrum, über eine der beiden Hauptstraßen, die ins Zentrum führen, ist recht langweilig. Nach 1 Woche in Guanajuato habe ich die Farbenvielfalt vermisst. Nun werden mich viele, die San Miguel de Allende erlebt haben, für bescheuert erklären. Es ist ja alles bunt. Aber es dominieren im Grunde nur 2 Farben: senfgelb und rostrot, die sich im Fassadenbild abwechseln. Gefühlt 99% aller Häuser sind gelb oder rot oder Schattierungen der beiden. Außerdem hat man die immer gleichen Geschäfte: Bekleidung und Deko, gelegentlich unterbrochen von einem Café oder Restaurant, das aufgrund seiner Lage komplett überteuert ist. Das wird schnell langweilig. Das heißt nicht, dass San Miguel keinen Besuch wert ist. Aber wenn man nur Zeit hat, eine der Kolonialstädte zu sehen, dann rate ich unbedingt zu Guanajuato und in zweiter Instanz zu Querétaro. San Miguel de Allende fällt im Vergleich mit den beiden leider hinten runter.

smda-1Der Vollständigkeit halber muss ich erwähnen, dass man die Strecke ins Zentrum auch durch die Künstlerstraßen laufen kann. Das ist ein Weg, der nahezu komplett durch Gassen führt, die rechts und links von Ständen gesäumt sind, in denen alles Mögliche an Touristen verkauft wird: Tücher, Kleider, Kunst; es gibt auch einen Teil, der durch eine Markthalle führt, die auch eine Essensabteilung hat. Diese Strecke ist etwas netter zu laufen, da man viel zu gucken hat und es außerdem überdacht/schattig ist.

Um zum Hostel zurückzukommen: Das Zimmer, das ich gebucht hatte, war ein Frauenschlafsaal für 4 Personen. Das buche ich immer, wenn ein Hostel Frauenschlafsäle anbietet. Eingecheckt wurde ich in ein 2er Privatzimmer, das ich, weil ich der einzige Gast war, für mich allein hatte. Das war nett. Und selbst als ich verlängert habe (ich hatte ursprünglich nur 3 Nächte gebucht – das mache ich immer so, um die Möglichkeit zu haben, weiterzuziehen, wenn ich das Hostel nicht mag), wurde mir nur der Preis eines Schlafsaals und nicht eines Privatzimmers berechnet. Das war sehr, sehr nett.

 

Ich werde wahrscheinlich nicht nochmal nach San Miguel reisen, aber falls doch, das Iron House ist die einzige Option, die für mich in Frage käme. Es ist ein fantastisches Hostel!

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