Update Costa Rica

Der Start in Costa Rica war etwas holprig. Das lag vor allem an mir, da ich um hierher zu kommen, Key West verlassen musste und das war nicht schön. Ich hab es mir selbst damit unnötig schwer gemacht.

 

Dann kam hinzu, dass ich in Liberia landete, das ist eine Stadt im Norden des Landes und leider nicht besonders schön. Das haben auch die paar Ausflüge, die ich von dort aus gemacht habe, leider nicht ändern können.

 

Nach Liberia ging es dann für 2 Tage nach Bijagua. Das ist ein kleines Städtchen, das als Ausgangspunkt für alle Reisenden dient, die den Volcan Tenorio Nationalpark besuchen wollen – so wie ich. Der Park ist vor allem für den Rio Celeste mit seinem türkisfarbenen Wasser und den Wasserfall berühmt. Leider gibt es in Bijagua keine Hostels, man muss in der teuren Heliconia Ecolodge übernachten. Deshalb hab ich da auch nur 2 Nächte gebucht und bin danach spontan nach San José, die Hauptstadt Costa Ricas, gereist.

 

Hier angekommen, hab ich mich im Van Gogh Hostel eingemietet, wo es mir so gut gefallen hat, dass ich beschloss, hier länger zu bleiben und mir zu überlegen, wo ich als nächsten hin will. Ich will definitiv raus aus Costa Rica. Nicht falsch verstehen: Das Land ist wunderschön grün, es gibt zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten, weil fast das gesamte Land in irgendeiner Form geschützt oder ein Nationalpark ist. Es gibt wortwörtlich hunderte von Vulkanen zu besichtigen und irgendwo habe ich gelesen, dass die Artenvielfalt an Vögeln und Pflanzen größer ist als USA und Europa zusammengenommen. Man kann hier also durchaus eine Weile zubringen. Warum ich dennoch weg will? Simpel: Es ist einfach so verdammt teuer!

 

Ich reite vielleicht auf einem toten Pferd rum und keiner kann es mehr hören, aber ich liebe Key West. Und der Grund, warum ich dort nur 3 Tage verbracht habe, war: ich wollte nicht mein Budget zu sehr sprengen, denn Key West ist teuer. Nun stellt sich raus, Costa Rica ist genauso teuer u
nd in mancher Hinsicht sogar teurer! Eintrittspreise in Nationalparks etc. liegen nicht selten bei $20 (und geht bis $40 hoch). Das geht ganz schön auf den Geldbeutel. Einkaufen ist hier auch nicht besonders günstig. Die Preise liegen in etwa bei denen von USA (auf der Straße evtl. minimal darunter). Was hier günstiger ist, ist Bus fahren und essen gehen, wenn man das Mittagsgericht („Casado“) bestellt – das ist meist ein gemischter Teller mit Reis, Bohnen, Fisch oder Fleisch, Salat, fritierte Bananen und oft gibt es auch ein Getränk inklusive; kostet in der Regel zwischen 2900 und 3500 Colones (umgerechnet zw. 4,80 und 5,70 EUR). Für den Rest zahlt man normale amerikanische Preise (die höher sind als die deutschen).

Nächstes Problem: Ich kann kein Spanisch. Es heißt, in Costa Rica spricht jeder Englisch, aber das stimmt nicht. In Hostels und auf den Märkten: ja, definitiv. Auf der Straße, im Restaurant oder im Bus(bahnhof)? Nein. Das ist natürlich auch auf niemandes Mist gewachsen als auf meinen eigenen, sorgt bei mir aber für Frust. Deswegen habe ich jetzt einen Online-Spanischkurs angefangen, der viel von meiner Zeit frisst. Ich bin gut 2-3 Stunden pro Tag (jeden Tag) damit beschäftigt. Deswegen kommen auch Updates hier auf dem Blog so selten.

 

Wie dem auch sei – als nächstes geht es nach Mexiko und ich freue mich auf Hostels mit Pool, tolles Essen und bunte Farben. Bilder folgen natürlich; vorausgesetzt ich finde eine gute Internetverbindung.

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